Professor Rudolf Gelbard – Zeitzeuge und Mahner gegen das Vergessen

Professor Rudolf Gelbard (1930–2018) war einer der eindrucksvollsten Zeitzeugen der Zweiten Republik. Als Kind wurde er 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert und überlebte den Holocaust. Nach seiner Befreiung setzte er sich zeitlebens für Demokratie, Menschlichkeit und Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus ein. Als engagiertes Mitglied der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und der Israelitischen Kultusgemeinde sprach Gelbard unermüdlich in Schulen, Universitäten und auf öffentlichen Veranstaltungen – mit dem Ziel, die Erinnerung wachzuhalten und jungen Menschen Verantwortung für die Zukunft zu vermitteln.

Für sein Wirken wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Berufstitel Professor und der Joseph-Samuel-Bloch-Medaille. Sein Leben und Engagement fanden Eingang in Theaterproduktionen wie Die letzten Zeugen und Dokumentationen, die bis heute berühren. Sein Vermächtnis lebt weiter – in der Auseinandersetzung mit Demokratie, Erinnerung und Zivilcourage. Deshalb gibt es das Professor-Rudolf-Gelbard-Symposium.

3. Professor-Rudolf-Gelbard-Symposium 2025 - „Wie sicher ist unsere Demokratie?“

Mittwoch, 26. November 2025, 18:00 Uhr

Wiener Bildungszentrum
Praterstraße 25a
1020 Wien

Anmeldung: Wolfgang.markytan@spoe.at

Das diesjährige Symposium der SPÖ-Bundesbildung steht im Zeichen einer zentralen Frage: Wie widerstandsfähig ist unsere Demokratie angesichts wachsender Polarisierung, Desinformation und gesellschaftlicher Spaltung?
Im Gedenken an Rudolf Gelbard wird ein Abend gestaltet, der an seine Haltung erinnert – klar, mutig und dem Humanismus verpflichtet.

Nach einem musikalischen Auftakt durch ein Quartett der Wiener Symphoniker eröffnen Elena Pramesberger und Wolfgang Markytan den Abend. Dr. Michael Ludwig, Doris Bures und Petra Bayr richten Grußworte aus. Das Hauptreferat hält Prof. Dr. Gerhard Schmid, Vorsitzender der SPÖ-Bundesbildung, zum Thema „Wie sicher ist unsere Demokratie?“.

Im Anschluss diskutieren Dr.in Karin Liebhart, Hans Rauscher und Prof. Dr. Gerhard Schmid unter der Moderation von Dr.in Karin Moser über aktuelle demokratiepolitische Herausforderungen aus politischer, journalistischer und wissenschaftlicher Perspektive. Musikalische Zwischenspiele des Wiener Symphoniker Quartetts begleiten den Abend, der mit einem gemütlichen Ausklang und Gesprächen endet.

Ein Abend für Erinnerung, Verantwortung und demokratische Haltun

Das Rudolf-Gelbard-Symposium verbindet Gedenken und Gegenwart: Es ehrt das Leben eines Mannes, der das Unsagbare erlebt und nie aufgehört hat, die Stimme zu erheben. Gerade heute ist sein Appell aktueller denn je: „Demokratie fällt nicht vom Himmel. Man muss sie leben – jeden Tag.“

Wir freuen uns auf Deine Teilnahme! Bitte um Anmeldung an: wolfgang.markytan@spoe.at

Veranstalter

SPÖ-Bundesbildung
in Kooperation mit der Wiener Bildungsakademie